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    Immobilienkauf-Simulator – Deutschland 🇩🇪

    Berechnen Sie die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler), die Gesamtkosten und Ihre monatliche Kreditrate für den Kauf einer Immobilie in Deutschland.

    Ihr Projekt Bestandsimmobilie

    Stand 2026

    300.000 €
    60.000 € (20%)
    Ohne Makler
    25 Jahre (300 Monate)
    3,8 %
    0,34 %
    Monatliche Gesamtrate

    1 474,35 €

    davon 76,62 € Versicherung

    Kaufnebenkosten

    30 429,45 €

    10,1% des Preises – Bestand

    Kreditkosten

    171 876,76 €

    Zinsen + Versicherung

    Gesamtkosten

    502 306,21 €

    Preis + Nebenkosten + Kredit

    Übersicht des Kaufs

    Anschaffungskosten

    Kaufpreis300 000,00 €
    Kaufnebenkosten30 429,45 €
    Gesamte Anschaffungskosten330 429,45 €

    Finanzierung

    Eigenkapital60 000,00 €
    Darlehensbetrag270 429,45 €
    Kreditzinsen148 890,26 €
    Versicherung gesamt22 986,50 €
    Gesamtkosten all-inclusive502 306,21 €
    Wichtige Kennzahlen

    Nebenkosten / Preis

    10,1%

    Eigenkapital / Preis

    20,0%

    Darlehen / Preis

    90%

    Gesamtaufschlag

    202 306,21 €

    Grafische Analysen

    Verteilung der Gesamtkosten Ihres Immobilienprojekts in Deutschland: Preis, Nebenkosten und Kredit.

    502k €

    Gesamtkosten

    Kaufpreis (300k €)
    Kaufnebenkosten (30k €)
    Kreditzinsen (149k €)
    Versicherung (23k €)

    Kaufnebenkosten im Detail

    Bestand – ~10%

    Für eine Bestandsimmobilie in Deutschland: Provision des Immobilienmaklers – seit 2020 je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen

    PostenSatzBetrag
    Grunderwerbsteuer

    Steuer auf den Immobilienerwerb – variiert von 3,5 bis 6,5 % je nach Bundesland

    5,500%16 500,00 €
    Notarkosten

    Gebühren des Notars für die Erstellung und Beurkundung des Kaufvertrags

    0,76%2 266,95 €
    Grundbuchkosten

    Eintragung ins Grundbuch – Registrierung des neuen Eigentümers

    0,32%952,50 €
    Maklerprovision

    Provision des Immobilienmaklers – seit 2020 je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen

    3,570%10 710,00 €
    Kaufnebenkosten gesamt10,14%30 429,45 €

    Tilgungsplan

    Jährliche Aufschlüsselung der Rückzahlung

    25 Jahre
    JahrGetilgtes KapitalGezahlte ZinsenGesamt gezahltRestschuld
    1
    Jahr 1
    6 610,82 €10 161,97 €16 772,79 €263 818,63 €
    2
    Jahr 2
    6 866,45 €9 906,34 €16 772,79 €256 952,18 €
    3
    Jahr 3
    7 131,97 €9 640,82 €16 772,79 €249 820,21 €
    4
    Jahr 4
    7 407,75 €9 365,03 €16 772,79 €242 412,45 €
    5
    Jahr 5
    7 694,20 €9 078,58 €16 772,79 €234 718,25 €

    Vergleich Bestand vs. Neubau

    Einfluss der Immobilienart auf die Kaufnebenkosten in Deutschland bei einem Preis von 300k €.

    Bestand (+ Makler)

    30 429,45 €

    10,14% des Preises

    Neubau

    19 719,45 €

    6,57% des Preises

    Ersparnis Neubau

    10 710,00 €

    35% günstiger beim Neubau

    Der Kaufpreis ist nicht, was ein Kauf in Deutschland kostet: Bei einer Immobilie von 300 000,00 € belaufen sich die Erwerbsnebenkosten auf 30 429,45 €, also 10,1 % des Preises. Sie setzen sich zusammen aus Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten. Diese Beträge werden zusätzlich zum Eigenkapital bar bezahlt und nicht mitfinanziert, was die erste Überraschung beim ersten Kauf ist und oft mehrere zehntausend ausmacht. Zur Finanzierung: Bei einem Zins von 3,80 % ergibt ein Darlehen über 25 Jahre nach 60 000,00 € Eigenkapital eine Monatsrate von 1 474,35 € einschließlich Versicherung. Der Rechner unten rechnet alles auf Ihren Preis, Ihr Eigenkapital und Ihre Laufzeit um, und die Tabelle zeigt jeden Kostenpunkt einzeln, denn dort liegt der Unterschied zwischen zwei Ländern, nicht im Zinssatz. Wer den Kauf plant, rechnet diese Nebenkosten zum Eigenkapital und nicht zum Darlehen: eine Bank finanziert den Kaufpreis und fast nie die Steuer darauf, und genau dieser Betrag fehlt sonst am Termin beim Notar.

    Alles über den Immobilienkauf in Deutschland

    Der Kauf einer Immobilie in Deutschland wird für internationale Käufer immer attraktiver – angezogen von wirtschaftlicher Stabilität, dynamischen Großstädten und einem soliden Mietmarkt. Das Verständnis der Kaufnebenkosten – Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuch, Maklerprovision – ist entscheidend für eine realistische Budgetplanung.

    Grunderwerbsteuer: die Grundstückstransfersteuer

    Die Grunderwerbsteuer ist das deutsche Äquivalent zu den französischen Grunderwerbsabgaben. Diese Steuer variiert erheblich je nach Bundesland: von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern erheben 6 %, Bremen (seit 1. Juli 2025), Hamburg und Sachsen 5,5 %. Unser Simulator verwendet einen Durchschnittssatz von 5,5 %. Diese Steuer wird vom Käufer geschuldet und ist innerhalb eines Monats nach dem Steuerbescheid zu zahlen.

    Notarkosten und Grundbuchkosten

    In Deutschland spielt der Notar eine zentrale Rolle bei jeder Immobilientransaktion. Seine Gebühren (Notarkosten) sind gesetzlich festgelegt (GNotKG, Tabelle B): 3,0 Gebühren für Beurkundung, Vollzug und Betreuung zuzüglich 19 % Umsatzsteuer, bei 300.000 € etwa 0,76 % des Kaufpreises. Sie decken die Erstellung des Kaufvertrags, die Beurkundung und die Überwachung der Eigentumsübertragung ab. Die Grundbuchkosten – Gebühren für die Eintragung ins Grundbuch – betragen 1,5 Gebühren derselben Tabelle, bei 300.000 € etwa 0,32 %. Für die Grundschuld zur Absicherung des Darlehens kommen rund 0,4 % der Darlehenssumme hinzu. Das Grundbuch wird vom örtlichen Amtsgericht geführt und stellt den offiziellen Eigentumsnachweis dar.

    Maklerprovision: die Immobilienmaklergebühr

    Seit der Reform vom Dezember 2020 (Bestellerprinzip) muss die Maklerprovision beim Kauf von Wohnimmobilien je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen werden. Die Gesamtprovision liegt je nach Region bei 5,95 bis 7,14 % brutto. Unser Simulator setzt 3,57 % brutto für den Käuferanteil an. Bei Neubauten ist die Provision in der Regel im Preis des Bauträgers enthalten.

    Baufinanzierung: der deutsche Immobilienkredit

    Die Baufinanzierung in Deutschland funktioniert anders als in vielen anderen Ländern. Deutsche Banken bieten typischerweise einen Festzins für 10, 15 oder 20 Jahre (Zinsbindung), danach wird neu verhandelt. Der Tilgungssatz liegt üblicherweise bei 2 bis 3 %. Banken finanzieren in der Regel bis zu 80 % des Immobilienwertes für Inländer und 60 bis 70 % für Nichtresidenten. Die KfW bietet Förderkredite für energieeffiziente Immobilien.

    KfW-Förderung: staatliche Kaufhilfen

    Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet günstige Kredite und Zuschüsse für Immobilienkauf und energetische Sanierung. Das Programm KfW 124 gewährt Darlehen bis zu 100.000 € für Wohneigentum. Das Programm KfW 261/262 finanziert energetische Sanierungen mit reduzierten Zinsen und Tilgungszuschüssen von bis zu 25 %. Für ein Effizienzhaus können die kumulierten Förderungen Zehntausende Euro an Einsparungen bedeuten.

    Die beliebtesten deutschen Städte für Immobilieninvestitionen

    Der deutsche Immobilienmarkt bietet vielfältige Möglichkeiten: Berlin bleibt trotz Mietendeckel attraktiv, München ist die teuerste Stadt (5.000–10.000 €/m²), Hamburg und Frankfurt ziehen internationale Investoren an, während Leipzig, Dresden und Düsseldorf erschwinglichere Preise bieten (2.000–4.000 €/m²). Universitätsstädte wie Heidelberg, Freiburg und Münster weisen eine starke Mietnachfrage auf.

    Immobiliensteuer für Eigentümer in Deutschland

    Als Immobilieneigentümer in Deutschland unterliegen Sie der Grundsteuer, die 2025 mit einer neuen Berechnungsmethode auf Basis des Bodenwerts reformiert wurde. Mieteinnahmen werden nach dem progressiven Einkommensteuertarif (14 bis 45 %) besteuert. Veräußerungsgewinne sind nach 10 Jahren Haltedauer (Spekulationsfrist) steuerfrei oder wenn die Immobilie als Hauptwohnsitz genutzt wurde. Doppelbesteuerungsabkommen schützen ausländische Eigentümer.

    Ablauf eines Immobilienkaufs in Deutschland

    Der Kaufprozess in Deutschland wird streng vom Notar überwacht. Nach Einigung über den Preis erstellt der Notar den Kaufvertrag, der in seiner Gegenwart unterzeichnet werden muss. Der Käufer erhält den Vertrag mindestens 2 Wochen vor der Beurkundung. Der Notar veranlasst dann die Auflassungsvormerkung im Grundbuch, die Kaufpreiszahlung und die endgültige Eigentumsümschreibung. Der gesamte Prozess dauert in der Regel 3 bis 6 Monate.

    Bausparvertrag: Bausparen als Finanzierungsbaustein

    Der Bausparvertrag ist ein in Deutschland einzigartiges Finanzierungsmodell, das eine Spar- und eine Darlehensphase kombiniert. In der Ansparphase zahlen Sie regelmäßig in einen Vertrag ein, bis Sie die vereinbarte Mindestsparsumme (meist 40–50 % der Bausparsumme) erreicht haben. Danach erhalten Sie Anspruch auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zum bereits bei Vertragsabschluss festgelegten Zinssatz. Dieses Modell bietet Zinssicherheit über Jahrzehnte, unabhängig von der Marktentwicklung. Die staatliche Förderung umfasst die Wohnungsbauprämie (bis 70 €/Jahr für Alleinstehende) und die Arbeitnehmer-Sparzulage (43 € bei vermögenswirksamen Leistungen). Bausparkassen wie Schwäbisch Hall, Wüstenrot oder die LBS sind die führenden Anbieter. Ein Bausparvertrag eignet sich besonders für Käufer, die ihren Immobilienkauf langfristig planen und von garantiert niedrigen Darlehenszinsen profitieren möchten.

    Energetische Sanierung und Energieausweis beim Immobilienkauf

    Seit 2014 ist der Energieausweis bei jedem Immobilienverkauf in Deutschland Pflicht. Käufer sollten den Energieverbrauchskennwert (kWh/m²·a) sorgfältig prüfen, da er erhebliche Auswirkungen auf die laufenden Kosten hat. Immobilien mit einem Kennwert über 200 kWh/m²·a gelten als sanierungsbedürftig. Die energetische Sanierung – Dämmung, neue Fenster, moderne Heizung – kann durch KfW-Förderprogramme und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden. Seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2024 müssen neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Beim Kauf einer Bestandsimmobilie sollten Sie die Sanierungskosten in Ihr Budget einplanen: Eine Komplettsanierung kann 500 bis 1.000 €/m² kosten, wird aber durch niedrigere Energiekosten und höheren Wiederverkaufswert kompensiert.

    Übersicht der Steuern und Gebühren in Deutschland

    Detaillierter Vergleich der einzelnen Kaufnebenkosten zwischen Bestands- und Neubauimmobilien in Deutschland.

    PostenBestand (Bestandsimmobilie)NeubauDetail
    Grunderwerbsteuer3,5–6,5 %3,5–6,5 %Immobilienerwerbsteuer, variiert je nach Bundesland
    Notarkosten~0,8 %~0,8 %GNotKG: 3,0 Gebühren Tabelle B + 19 % USt. (0,76 % bei 300.000 €)
    Grundbuchkosten~0,3 %~0,3 %GNotKG: 1,5 Gebühren Tabelle B (0,32 % bei 300.000 €)
    Maklerprovision3–3,57 %im Preis enthaltenKäuferanteil (50 % der Gesamtprovision)
    Grundsteuer (jährlich)variabelvariabelJährliche Grundsteuer, 2025 reformiert
    KfW-Förderungunter VoraussetzungenFörderkrediteKfW-Förderung für energieeffiziente Immobilien
    Geschätzter Gesamtbetrag~10–11 %~6,6 %Prozentsatz des Kaufpreises

    Die wichtigsten Schritte beim Immobilienkauf in Deutschland

    1

    Suche und Finanzierung

    Suchen Sie Ihre Immobilie auf ImmoScout24, Immowelt oder eBay Kleinanzeigen. Holen Sie eine Finanzierungszusage von Ihrer Bank ein. Lassen Sie die Immobilie bewerten und prüfen Sie den Grundbuchauszug auf eventuelle Belastungen.

    2

    Beurkundung beim Notar

    Der Notar erstellt den Kaufvertrag und sendet ihn Ihnen mindestens 2 Wochen vor der Beurkundung zu (gesetzliche Bedenkzeit). Beim Termin verliest der Notar den Vertrag vollständig und beide Parteien unterzeichnen. Anschließend wird eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen.

    3

    Eigentumsübergang

    Nach Zahlung der Grunderwerbsteuer und des Kaufpreises (per Notaranderkonto oder direkt) veranlasst der Notar die Eigentumsümschreibung im Grundbuch. Sie erhalten die Schlüssel und werden offiziell Eigentümer. Der gesamte Prozess dauert 3 bis 6 Monate.

    Häufig gestellte Fragen zum Immobilienkauf in Deutschland

    Kann ein EU-Bürger in Deutschland frei Immobilien kaufen?

    Ja, als EU-Bürger können Sie in Deutschland ohne Einschränkungen Immobilien kaufen. Es ist keine Aufenthaltsgenehmigung oder besondere Genehmigung erforderlich. Sie benötigen eine Steueridentifikationsnummer und ein deutsches Bankkonto für die Abwicklung. Auch ein Wohnsitz in Deutschland ist nicht erforderlich; Nichtresidenten müssen allerdings mit höheren Eigenkapitalanforderungen rechnen. Für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sollten neun bis zwölf Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln eingeplant werden.

    Wie variiert die Grunderwerbsteuer je nach Bundesland?

    Die Grunderwerbsteuer wird von jedem Bundesland festgelegt: 3,5 % in Bayern, 5 % in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen, 5,5 % in Bremen, Hamburg und Sachsen, 6 % in Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern und 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Diese Steuer ist der größte Posten der Kaufnebenkosten.

    Können Nichtresidenten in Deutschland eine Baufinanzierung erhalten?

    Ja, deutsche Banken vergeben Kredite an europäische Nichtresidenten, in der Regel bis zu 60–70 % des Immobilienwertes. Alternativ können Sie im Heimatland mit einer dortigen Immobilie als Sicherheit finanzieren. Banken wie Deutsche Bank, Commerzbank oder Sparkassen bieten wettbewerbsfähige Baufinanzierungskonditionen. Verlangt werden in der Regel Gehaltsnachweise der letzten drei Monate, die beiden letzten Steuerbescheide sowie eine SCHUFA-Auskunft. Ohne deutsches Konto und ohne unbefristeten Arbeitsvertrag fällt der Zins spürbar höher aus.

    Was bedeutet das Bestellerprinzip bei der Maklerprovision?

    Seit dem Gesetz vom 23. Dezember 2020 muss die Maklerprovision beim Kauf von Wohnimmobilien je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen werden. Der Verkäufer kann die gesamte Provision nicht mehr auf den Käufer abwälzen. Die Gesamtprovision beträgt je nach Region 5,95 % bis 7,14 % brutto, also 2,98 bis 3,57 % pro Partei.

    Wie werden Mieteinnahmen in Deutschland besteuert?

    Mieteinnahmen in Deutschland unterliegen dem progressiven Einkommensteuertarif (14 bis 45 %). Abzugsfähig sind Darlehenszinsen, Abschreibungen (2 %/Jahr für Gebäude nach 1925, 2,5 % für ältere), Renovierungskosten und Verwaltungskosten. Doppelbesteuerungsabkommen verhindern die Doppelbesteuerung für ausländische Eigentümer. Abgesetzt werden können unter anderem Schuldzinsen, Hausgeld, Instandhaltung und die lineare Gebäudeabschreibung, die bei Bestandsbauten in der Regel zwei Prozent jährlich beträgt.

    Wie funktioniert die Spekulationssteuer bei Immobilien?

    In Deutschland sind Veräußerungsgewinne bei Immobilien nach einer Haltedauer von 10 Jahren (Spekulationsfrist) vollständig steuerfrei. Wurde die Immobilie in mindestens 2 der letzten 3 Jahre als Hauptwohnsitz genutzt, ist der Gewinn unabhängig von der Haltedauer steuerfrei. Vor Ablauf der 10 Jahre wird der Gewinn zum progressiven Einkommensteuertarif besteuert.

    Was ist ein Bausparvertrag und lohnt er sich beim Immobilienkauf?

    Ein Bausparvertrag kombiniert Sparen und Bauspardarlehen mit garantiertem Zinssatz. Nach Erreichen der Mindestsparsumme (40–50 %) erhalten Sie ein günstiges Darlehen für Ihren Immobilienkauf. Der Vorteil: Der Darlehenszins wird bei Vertragsabschluss festgelegt und bleibt unverändert, unabhängig von der Marktentwicklung. Zusätzlich profitieren Sie von staatlichen Förderungen wie der Wohnungsbauprämie und der Arbeitnehmer-Sparzulage.

    Was ist eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) und welche Kosten entstehen?

    Beim Kauf einer Eigentumswohnung in Deutschland werden Sie automatisch Mitglied der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Diese verwaltet das Gemeinschaftseigentum (Treppenhaus, Dach, Fassade). Sie zahlen monatliches Hausgeld (150–400 €), das Rücklagen, Verwaltung, Versicherung und Instandhaltung deckt. Vor dem Kauf sollten Sie die Teilungserklärung, die Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Höhe der Instandhaltungsrücklage prüfen.

    Immobilien-Glossar Deutschland

    Grunderwerbsteuer

    Deutsche Immobilienerwerbsteuer. Der Satz variiert je nach Bundesland von 3,5 bis 6,5 %. Wird vom Käufer beim Erwerb gezahlt.

    Notar

    Öffentlicher Amtsträger, der für jede Immobilientransaktion in Deutschland unverzichtbar ist. Erstellt den Kaufvertrag, beurkundet Unterschriften und überwacht die Eigentumsübertragung.

    Grundbuch

    Beim örtlichen Amtsgericht geführtes öffentliches Register. Stellt den offiziellen Eigentumsnachweis dar und verzeichnet Belastungen, Hypotheken und Dienstbarkeiten.

    Makler (Immobilienmakler)

    Immobilienvermittler. Seit 2020 wird die Provision bei Wohnimmobilien je zur Hälfte von Käufer und Verkäufer getragen. Die Gesamtprovision beträgt 5,95 bis 7,14 % brutto.

    Kaufvertrag

    Vom Notar erstellter Immobilienkaufvertrag. Muss dem Käufer 2 Wochen vor der Beurkundung vorgelegt werden. Rechtlich bindend.

    Baugeld / Baufinanzierung

    Deutscher Immobilienkredit mit Festzins über eine definierte Laufzeit (Zinsbindung) von 10 bis 20 Jahren, danach Neuverhandlung. Der Tilgungssatz bestimmt die anfängliche Rückzahlungsrate.

    KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

    Staatliche Förderbank mit günstigen Krediten und Zuschüssen für Immobilienkauf und energetische Sanierung. Programme KfW 124 (Wohneigentum) und KfW 261/262 (Sanierung).

    Auflassungsvormerkung

    Vormerkung im Grundbuch nach Unterzeichnung des Kaufvertrags. Schützt den Käufer, indem sie den Verkäufer daran hindert, die Immobilie erneut zu veräußern oder neue Belastungen einzutragen.

    Grundsteuer

    Jährliche Grundsteuer, 2025 reformiert. Berechnung auf Basis von Grundstücks- und Gebäudewert mit von der Gemeinde festgelegtem Hebesatz.

    Sondertilgung

    Außerplanmäßige Rückzahlung eines Teils des Immobilienkredits, die über die reguläre monatliche Rate hinausgeht. Die meisten Baufinanzierungen erlauben 5–10 % Sondertilgung pro Jahr ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

    Vorfälligkeitsentschädigung

    Gebühr, die eine Bank bei vorzeitiger Rückzahlung eines Immobilienkredits berechnet. Sie kompensiert den entgangenen Zinsgewinn. Bei Kündigung nach 10 Jahren Laufzeit entfällt sie gemäß § 489 BGB.

    Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)

    Gemeinschaft aller Eigentümer einer Wohnanlage. Verwaltet das Gemeinschaftseigentum, beschließt Instandhaltungsmaßnahmen und erhebt monatliches Hausgeld für laufende Kosten und Rücklagen.

    Global Finance

    Unverbindliche Simulation – stellt kein Kreditangebot dar.

    Global Finance ist ein kostenloses Simulationstool für den Immobilienkauf in Deutschland. Die angezeigten Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Makler), Monatsraten und Kosten dienen nur zur Orientierung und können je nach Bundesland und Situation abweichen. Für eine genaue Berechnung wenden Sie sich an einen Notar oder Steuerberater in Deutschland.